Warum regieren Zahlen den öffentlichen Sektor – und zu welchem Preis? In „The Tyranny of Metrics“ analysiert Jerry Z. Muller die allgegenwärtige Fixierung auf Kennzahlen und zeigt, warum „mehr messen“ nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führt. Der Autor beleuchtet, wie Datensammlung und Reporting den administrativen Aufwand erhöhen, Anreize verschieben und Verhalten verändern. Metriken bilden Realität nicht nur unvollständig ab, sie formen sie mit. Entscheidend ist daher nicht, ob gemessen wird, sondern wie. Muller liefert praxisnahe Kriterien, um zu beurteilen, wann Kennzahlen sinnvoll steuern – und wann sie Kontrolle, Qualität und Vertrauen untergraben.
Shownotes
- ZZD 009: „Das metrische Wir” von Steffen Mau
- ZZD 086: „Regeln” von Lorraine Daston
- ZZD 081: „Unterwerfung von Philip Blom
- ZZD 088: „Das Auge des Meisters“ von Matteo Pasquinelli
- ZZD 045: „Bullshit Jobs“ von John Graeber
- ZZD 051: „Linke Daten, Rechte Daten“ von Tin Fischer
- Buch: „The Scout Mindset” von Julia Galef
- Buch: „Weapons of Math-Destruction“ von Cathy O’Neil
- Artikel: „Let’s stop pretending that managers and executives care about productivity“ von Baldur Bjarnason
Quellen
Intro und Outro der Episode stammen aus dem Stück Maxixe von Agustin Barrios Mangore, eingespielt von Edson Lopes (CC-BY).
Das Umblättern zwischen den Teilen des Podcasts kommt hingegen von hoerspielbox.de.
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