001 – „Resonanz“ von Hartmut Rosa

Willkommen zur ersten Episode von Zwischen zwei Deckeln! Wir freuen uns, dass Du Interesse an unserem neuen Podcast-Format hast.

In dieser Episode stellt Nils das Buch „Resonanz“ von Hartmut Rosa vor. Darin geht es um unsere moderne, reiche und technologisch fortgeschrittene Welt, in der es uns immer schwerer fällt, ein wirklich „erfülltes“ Leben zu führen. Rosa zeigt auf, wie unter anderem die zunehmende Geschwindigkeit und Unbestimmtheit der Welt und die universelle Verfügbarkeit von Kommunikation, Information und Unterhaltung dazu führen, dass unsere „Resonanzachsen verstummen“. Dabei gibt es einige kontroverse Thesen aber auch interessante Einblicke in den Zustand unserer Welt und wir uns selbst darin verorten, wenn wir auf der Suche nach dem „guten“, dem „richtigen“ Leben sind.

Wie immer bei einer ersten Episode hakt es vermutlich immer mal wieder, das Format ist noch nicht geschliffen und wir als Podcaster noch nicht aufeinander eingespielt. Deswegen freuen wir uns besonders über Rückmeldungen, was wir vielleicht noch besser machen können und was euch schon gut gefallen hat.

Wir sind außerdem auf der Suche nach mehr Leuten, die Lust haben, ihre gelesenen Bücher mit uns zu teilen. Wenn Dich das interessieren könnte, schau dochmal auf unsere Mitmachen!-Seite.

Shownotes

Noch mehr Bücher

  • Unverfügbarkeit von Hartmut Rosa als Taschenbuch und eBook (unabhängige Buchhandlung)
  • Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne von Hartmut Rosa als Taschenbuch und eBook (unabhängige Buchhandlung)
  • Das flow-Erlebnis von Miahly Csikszentmihalyi als Taschenbuch (unabhängige Buchhandlung)
  • Der Welt nicht mehr verbunden (Lost Connections) von Johann Hari als Hardcover und als eBook (unabhängige Buchhandlung)
  • Religion für Atheisten von Alain de Botton als Hardcover und Taschenbuch (unabhängige Buchhandlung)

Quellen und so

  • Intro und Outro der Episode stammen aus dem Stück Maxixe von Agustin Barrios Mangore, eingespielt von Edson Lopes (CC-BY).
  • Das Umblättern zwischen den Teilen des Podcasts kommt hingegen von hoerspielbox.de.
  • Intro und Outro der Episode stammen aus dem Stück Maxixe von Agustin Barrios Mangore, eingespielt von Edson Lopes (CC-BY).
  • Das Umblättern zwischen den Teilen des Podcasts kommt hingegen von hoerspielbox.de.
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2 Kommentare

  1. Vally
    31. Mai 2019
    Antworten

    Danke!! Seit Weihnachten liegt Resonanz bei mir auf dem Sofatisch + ich bin nicht über die ersten 50 Seiten rausgekommen (wo Rosa über Anna und Hannah u.ä. schreibt), danach fing es an abstrakter zu werden und das hat mich gebremst (ich habe keine soziologische Vorbildung), obwohl das Thema sehr bei mir resoniert. Da habe ich mich sehr! gefreut, Euren Podcast zu finden und sozusagen erstmal etwas Sekundärliteratur zu hören. Jetzt bin ich ermutigt zum Weiterlesen. Dass es eine Kurzfassung von dem Buch gibt, wusste ich auch nicht – gut zu wissen, falls es mir doch wieder zu theoretisch wird. Und wenn ich mehr gelesen habe, dann höre ich diese Folge sicher noch einmal. Bin gespannt auf weitere Folgen! Mich würde eine Folge zum Beschleunigungsbuch freuen. 🙂

    PS. Noch ein Wunsch: ich fänd es schön, wenn Ihr am Anfang Euren Namen sagen würdet. Einer von Euch heißt Nils, aber der andere…? (Ok, bei „unter uns“ habe ich die Info gefunden – hallo Christoph!).

  2. Eldhoverd
    26. November 2022
    Antworten

    Hallo.
    Vielleicht als spannende (und vermutlich schon gehörte) Ergänzung zu eurem rezensionalen Erstling: bei Jung&Naiv Folge611 ist Hartmut Rosa zu Gast und spricht in ausführlichen 2h40m über sich und sein bisheriges soziologisches Schaffen
    https://jung-naiv.podigee.io/808-soziologe-hartmut-rosa-resonanz-resonanztheorie-religion-gott-kapitalismus-system-change-wachstum
    Von Beschleunigungs- und Wachstumslogiken, dynamischen Stabilisierungen, Unverfügbarkeiten und Verfügbarmachungen, Resonanzsuche und vielem, vielem mehr redet er. Während Corona war er ja recht häufig zu lesen/hören und formulierte sein Resonanz-Konzept pandemisch angewandt. Seine diesbzgl. Hoffnungen, so im ausklingenden Gespräch mit Hans, waren jedoch zu vorauseilend, dass sich pandemiebedingt der Modus operandi signifikant ändern würde, gar zum Besseren.
    Anlass nun sein neues Buch, indem er Demokratie und Religion – inmitten säkularisierter Aufklärung (….) zunächst irritierend – zusammendenkt, was wiederum in obige Themen eingebettet ist. Sehr interessante Gedanken, die mir nicht fremd scheinen, weil ich sofort an Peter Gross und dessen (m.E. immer noch tragende) Gesellschaftsdiagnose der „Multioptionsgesellschaft“ denken musste. Der argumentiert stark von der Religion her und nutzt viele von dort geborgte Metaphern, um nachzuzeichnen, das nach weitgehendem Abdanken der Sinnstiftungsmaschine Religion ins entstandene Vakuum der „Mehrgott“ der „Multioptionen“ getreten ist, wodurch aus einem überdachenden (superstrukturellen) Sinn fragmentierte Sinnviele geworden seien. Deren Verheißungen und Verlockungen man dann zunehmend sinnlos hinterhereilt wie im Hamsterrad (Hedonistische Tretmühle), um auch das Nächste auszuprobieren, ob es nicht doch noch den vermissten Sinn erfüllt. (waren jetzt meine Worte^^). Religion ist dann trotzdem geblieben (wenn auch selber zunehmend im multioptionalen Plural), weil nichts anderes so sinnstiftend ist / sein kann / zu seinv erspricht. Und dass das dann in Demokratien nützlich sein kann, kann ich mir gut erklären, so wenig es sich danna ber auf die althergebrachten Institutionen noch stützen mag. Von den eh schwindenden Katholiken und Protestantinnen gingen, las ich jüngst, eh nur noch 13% bzw. 9% überhaupt noch in die Kirche / zur Messe, sondern verweilen außerhalb dieser Sinnorte.

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