037 – Im Wald vor lauter Bäumen von Dirk Brockmann

Nachdem die letzte Folge hochtheoretisch war, nähern wir uns nun etwas der gelungenen Wissenschaftskommunikation.

Dirk Brockmann geht in „Im Wald vor lauter Bäumen“ davon aus, dass unsere Welt hochkomplex ist, sich aber mit den passenden wissenschaftlichen Analysen und Ansätzen dennoch (oder gerade deswegen?) Muster in ihr erkennen lassen. So erzählt Brockmann beispielsweise, was die Verbreitung von Verschwörungserzählungen, die Veränderungen in Ökosystemen und Pandemien gemeinsam haben. Sie alle passieren in Systemen, die sich durch so genannte Kritikalitätsschwellen, Kipppunkte oder (Selbst-)Koordination auszeichnen.

Shownotes

Mehr Literatur

Quellen und so

  • Intro und Outro der Episode stammen aus dem Stück Maxixe von Agustin Barrios Mangore, eingespielt von Edson Lopes (CC-BY).
  • Das Umblättern zwischen den Teilen des Podcasts kommt hingegen von hoerspielbox.de.
  • Intro und Outro der Episode stammen aus dem Stück Maxixe von Agustin Barrios Mangore, eingespielt von Edson Lopes (CC-BY).
  • Das Umblättern zwischen den Teilen des Podcasts kommt hingegen von hoerspielbox.de.
Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. 25. Oktober 2022
    Antworten

    Hallo Z2Ds.
    Nur ein assoziativer Einwurf, passend zum besprochenen Buch von Dirk Brockmann – quasi als Vertiefung auf der Modellebene: „Mathematik der Pandemie“ von Deutsch et al.
    Rezension, über die ich aufmerksam wurde:
    https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-mathematik-der-pandemie/2063388
    Spannend dass man demnach ganz basal mit „drei Schubladen“ beginnt, zu denen Mensch als involviert einsortiert wird; für Fortgeschrittene kommt eine vierte Schublade hinzu.

    Und zur Pandemie allgemein, dort wirkmächtiger Netzwerke und Knotenpunkten verdickter Aufmerksamkeit. Wer sich das veranschaulichen möchte, buchstäblich spielerisch, sei nebst Lektüren zur Hand DRINGEND auf das Brettspiel mit klingendem Namen verwiesen: PANDEMIE
    http://www.luding.org/cgi-bin/GameSeries.py?f=00w^E4X&series=Pandemie
    Zentral der Spielplan, der eine grobe Weltkarte zeigt, farbcodiert in vier Weltregionen unterteilt, mit je 12 namhaften Städten je Weltregion. Wohl ganz gut einsehbar hier zur ersten Edition des Spiels
    https://www.brettspiele-report.de/pandemie/
    Von den Städten gehen Linien ab, die Städte untereinander verbinden und an denen entlang man mit seiner Spielfigur (per aufzuwendender Aktion) reisen kann, um vor Ort die als kleine Kuben abgelegten Infektionen zu bekämpfen. Erkennbar, dass die Städte ganz unterschiedlich oft ange- und verbunden sind, so also Knotenpunkte im Netzwerk bilden oder eben nicht. Ziemlich abseitigste Johannisburg im gelben Süden Afrikas oder ebenso gelbes Santiago. Knotenpunkte mit 5bis6 Anbindungen hingegen bspw Istanbul, das den blauen Westen und den schwarzen Schwarzmeer-Nahost-Nordafrika-Raum verbindet Usw. usf. Allerspätestens mit den beiden Erweiterungen IM LABOR (nomen est omen) sowie AUSNAHMEZUSTAND (Zoonosen kommen hinzu) gewinnt das Spiel seit 2020 an realistischer Simulationskraft.
    Von Atlanta zu Spielbeginn abgesehen, kann UND MUSS man Labore in Städten bauen, v.a. um nur dort die spielgewinnnötigen Gegenmittel erforschen zu können (Karten nach Farbe sammeln und im Labor abgeben – THEORETISCH so simpel). Doch wo errichten? In den Knotenpunkten? Knotenpunkte innerhalb einer (farblichen) Weltregion oder als Verbinder der (farblichen) Kontinente (bspw. Madrid, dem in Europa nach Linien eigentlich innerblaues Paris vorzuziehen wäre)? Wo es grad akut ist und man – weitere Funktion – daher schnell hinreisen kann?
    Da kommt ingame noch Weiteres hinzu, was hier jetzt aber nicht auf Spielregeldetails hinauslaufen soll.
    Es lohnt sich ohnehin unbedingt zu spielen, erst recht mit reall life Erfahrungen im Kopf; vermehrte Aufmerksamkeit auf den Netzwerkcharakter der Städte-Anordnung vertieft das Ganze nochmals. Das Spiel verliert man nämlich auf mehrere Weisen, u.a. aber durch zu viele „Ausbrüche“ (=8), wenn in eine Stadt ein vierter Infektions-Kubus zu legen wäre. Stattdessen dann aber drei dort liegen bleiben und in ALLE angrenzenden Verbundstädte je einer kommt. Prost aber auch, wenn es ein urbaner Knotenpunkt mit 5bis6 Anschlüssen ist O_o Es gibt je Farbinfektion nämlich nur zwo DUtzend Kuben und #verlieren2 kommt zustande, wenn von auch nur einer Krankheit ALLE auf dem Spielplan ausliegen. Kann im kettenreaktiven Ausbruchsgeschehen mal exponentiell rasend schnell gehen O_o
    Für Anfänger*innen komprimierte VersionHOT ZONE EUROPE zu empfehlen, wenn die dann auch nicht erweitert werden kann.

    Gut Brett

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert